Warum bist du hier?

Warum bleibst du?

 

 

Der Sommersalon wird 5!


Für uns ein schöner Grund, in diesem Jahr weiter auszuholen und etwas ganz Besonderes zu machen.

„Heimat – eine Erfindung?“ ist das Motto für 2018. Wir gehen auf Entdeckungsreise, und die führt uns direkt zu den Menschen, die sich in und um Gelnhausen niedergelassen haben. Wir wollen herausfinden, warum sie hergekommen, warum sie hiergeblieben sind. Was sie erfüllt, was ihre Wurzeln und Ziele sind. Worin Heimat für sie besteht.

 

Dabei leitet uns die Idee, dass der alte Begriff „Heimat“ in Zeiten der Digitalisierung und Globali-sierung auf völlig neue Lebensumstände angewendet werden muss. Und dass er Gefühle auslöst, die größer sind, als wir es uns manchmal eingestehen mögen. Eine Ausstellung und ein Buch halten die Antworten fest. Und uns bleibt etwas vom Sommersalon, wenn der Sommer längst vorbei ist.

 

Aber jetzt haben wir erstmal eine Menge vor uns: Ab dem 15. Juni wollen wir zehn Tage lang das Thema Heimat bespielen, mit großartigen Musikern, unbequemen Forschern und notorischen Weltverbesserern, und das an historischen Orten, die normalerweise verschlossen sind. Wir wollen genießen, staunen, diskutieren, fröhlich streiten und ein allumfassendes, abgegriffenes und oft missbrauchtes Wort mit neuem Leben füllen. WIr laden Sie herzlich ein, dabei zu sein!


Kristina Michaelis und Ralph Philipp Ziegler

 

 

 

   

 

Die Organisatoren

 

 Dr. phil. Kristina Michaelis, Urururenkelin des Villa-Erbauers

Conrad Heinrich Schöffer und Initiatorin der Ausstellung "Kaufleute,

Kosmopoliten, Kunstmäzene: Die Gelnhäuser Großbürgerfamilien

Becker und Schöffer". In Gelnhausen im ehemaligen Gesindehaus

der Weißen Villa aufgewachsen, lebt heute als Journalistin und

Autorin in Hamburg.


 

 

 

 

 

 

 Dr. phil. Ralph Philipp Ziegler, künstlerischer Leiter der Neuen

Philharmonie Frankfurt und Leiter des Amtes für Kulturmanagement

und Sport der Stadt Offenbach am Main, lebt in Linsengericht-Eidengesäß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die kleine Geschichte hinter dem Sommersalon

 

Ein einziges kleines Konzert sollte es werden, als Begleitprogramm zur Becker-Schöffer-Ausstellung im Herbst 2013. Doch als im großen Salon der letzte Ton verklang, wurden wir ganz traurig. Nicht, weil ein tolles Konzert an einem herrlichen Ort vorbei war. Sondern weil es das Erste – und das Letzte war. Die Villa strahlte schön wie nie, aber von jetzt an als Privathaus, welch ein Glück, dass man uns einmal hineingelassen hatte.

 

Der Winter kam, und wir fassten einen Plan. In das Haus gehört Musik, fanden wir. Eine klitzekleine Reihe könnte es werden. Aber ließ uns der Hausherr nochmal hinein? Mit gutem Essen und vielen Worten waren wir auf alles vorbereitet. Doch schon bei der Suppe war klar: er hatte Lust. Aus „klitzeklein“ wurden zehn Tage. Opernsänger, Friedensforscher, Großcousins, gute Freunde schmissen das erste Programm. Immer mehr Neugierige fanden den Weg in die Villa. Und großzügige Spender stellten sich hinter uns. Wir konzipierten, kombinierten und probierten, nichts von der Stange, jeder Abend sollte ein Unikat werden, auch auf die Gefahr hin, dass sich nicht alles und jeder von selbst erklärte.

 

Nach über 100 Jahren nahmen wir damit die Tradition des Salons wieder auf, die die Beckers und Schöffers, die Erbauer der Villa, über die Sommermonate hinweg zelebriert hatten: Musik, Literatur, Bildende Kunst und auch die Kunst des Kochens, sie sollten im Sommersalon ein Zuhause finden. Im familiären Rahmen wollten wir denen, die etwas zu sagen und zu zeigen haben, ganz nahe kommen. Den Funken überspringen lassen, der im Großen so schnell verfliegt. Daran arbeiten wir weiter. Mit kleinen, feinen Ereignissen an einem der schönsten Orte in Gelnhausen.

 

Wir danken Hausherr Volker Hohmann und allen, die uns dabei unterstützen, den Sommersalon Jahr für Jahr zu einem besonderen Erlebnis zu machen!

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