Ich war´s

nicht!

Wozu Verantwortung?

 

Die Welt wird immer unübersichtlicher, schneller, abstrakter.

Und wir werden eilig mitgerissen.

Haaaalt!

 

Was eigentlich können und wollen wir mitgestalten?

Und wo liegt unsere Verantwortung, vor der wir uns nicht drücken sollten?

 

Zehn Tage lang möchten wir uns im Sommersalon 2019 damit beschäftigen.

Ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit kreativ-kritischem Blick, mit ganz viel Lebensfreude – und mit jeder Menge Lust, aktiv mitzumischen. Ob bei lebhaften Diskussionen über Künstliche Intelligenz, über die Erziehung zur Verantwortung oder

die Frage, was Satire mit Verantwortung zu tun haben könnte.

 

Wir freuen uns auf Sie und Euch! Vom 21. bis zum 30. Juni!

Rund um die Weiße Villa und an einem neuen, außergewöhnlichen Spielort! 

 

   

Die Organisatoren

 

 

 

Dr. phil. Kristina Michaelis, Urururenkelin des Villa-Erbauers

Conrad Heinrich Schöffer und Initiatorin der Ausstellung "Kaufleute,

Kosmopoliten, Kunstmäzene: Die Gelnhäuser Großbürgerfamilien

Becker und Schöffer". In Gelnhausen im ehemaligen Gesindehaus

der Weißen Villa aufgewachsen, lebt heute als Journalistin und

Autorin in Hamburg.

 

 

 

Dr. phil. Ralph Philipp Ziegler, künstlerischer Leiter der Neuen

Philharmonie Frankfurt und Leiter des Amtes für Kulturmanagement

und Sport der Stadt Offenbach am Main, lebt in Linsengericht-Eidengesäß.

 

 

 

Cand. arch. Jens L. Zerbach ist Student der Universität Innsbruck

und schreibt derzeit eine Masterarbeit über die Schwelle in der Architektur.

Er lebt mit seiner Frau in Gelnhausen.    

 

 

 

 

Die kleine Geschichte hinter dem Sommersalon

 

Ein einziges kleines Konzert sollte es werden, als Begleitprogramm zur Becker-Schöffer-Ausstellung im Herbst 2013. Doch als im Großen Salon der letzte Ton verklang, wurden wir ganz traurig. Nicht, weil ein tolles Konzert an einem herrlichen Ort vorbei war. Sondern weil es das Erste – und das Letzte war. Die Villa strahlte schön wie nie, aber von jetzt an als Privathaus, welch ein Glück, dass man uns einmal hineingelassen hatte.

 

Der Winter kam, und wir fassten einen Plan. In das Haus gehört Musik, fanden wir. Eine klitzekleine Reihe könnte es werden. Aber ließ uns der Hausherr nochmal hinein? Mit gutem Essen und vielen Worten waren wir auf alles vorbereitet. Doch schon bei der Suppe war klar: er hatte Lust. Aus „klitzeklein“ wurden zehn Tage. Opernsänger, Friedensforscher, Großcousins, gute Freunde schmissen das erste Programm. Immer mehr Neugierige fanden den Weg in die Villa. Und großzügige Spender stellten sich hinter uns. Wir konzipierten, kombinierten und probierten. Nichts von der Stange, jeder Abend sollte ein Unikat werden, auch auf die Gefahr hin, dass sich nicht alles und jeder von selbst erklärte.

 

Nach über hundert Jahren nahmen wir damit die Tradition des Salons wieder auf, die die Beckers und Schöffers, die Erbauer der Villa, über die Sommermonate hinweg zelebriert hatten. Musik, Literatur, Bildende Kunst und auch die Kunst des Kochens – sie sollten im Sommersalon ein Zuhause finden. Im familiären Rahmen wollten wir denen, die etwas zu sagen und zu zeigen haben, ganz nahe kommen. Den Funken überspringen lassen, der im Großen so schnell verfliegt. Daran arbeiten wir weiter. Mit kleinen, feinen Ereignissen an einem der schönsten Orte in Gelnhausen.

 

Wir danken dem Hausherrn Volker Hohmann und allen, die uns dabei unterstützen, den Sommersalon Jahr für Jahr zu einem besonderen Erlebnis zu machen!

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